Die kleine Hexe

Bei einem Modellflugtreffen in Österreich führte einer der Piloten eine kleine fliegende Hexe vor. Ich war von diesem Modell so begeistert, dass ich mir ebenfalls eine Hexe bauen wollte.

Nach einigen Internet Recherchen konnte ich tatsächlich den Bauplan finden.

Der Bauplan 1:1 kann direkt über einen Plotter ausgedruckt werden.

Der andere Bauplan enthält eine Bauteilliste und die Einzelteile im DIN A4 Format zum Ausdrucken und zusammenkleben.

Die gedruckten Bauteile überträgt man auf ein 6mm Depron und schneidet diese mit einem Cutter aus.

Man sollte unbedingt daran denken, die Designelemente des Bauplans (Augen, Finger, Gesicht…) mit auf die Depronplatten zu übertragen. Dann hat man es beim Anmalen einfacher.

Das Zusammenkleben der Einzelteile ist dann recht einfach zu bewerkstelligen. Evtl. müssen die Aussparungen, mit denen die Rumpfteile eingepasst werden, noch nachbearbeitet werden.

Vorsicht, manche Teile sind sehr filigran und können leicht brechen.

Servos, Bowdenzüge, Motor, Empfänger und Fahrtregler findet alles auf dem Besenstiel Platz.

Hier sieht man auch noch die Bauteile für zusätzliche Verstärkungen, die ich eingeplant habe. Geplant war auch, eine Beleuchtung anzubringen. Aber der Effekt war dann doch eher enttäuschend.

Der Besen übernimmt die Rolle von Höhen- und Seitenruder. Diese werden mit kleinen Scharnieren angebracht.

Ich nutze einen kleinen Motor von Pichler mit einem 20A Regler und einem 3S-Lipo. Dieser sollte möglichst flach sein, um in die Aussparung auf dem Besen zu passen. Der Motorspant besteht aus ABS-Kunstoff, der mit dem Depronrumpf intensiv verklebt wird.

Damit das ganze später besser ausschaut, habe ich mir eine Motorhaube gebaut aus dem Plastikdeckel einer Rasierschaumdose.

Für den Hut gibt es Randbögen, die im 45° Winkel nach oben geknickt sind.

Diese schleift man sowohl am Hut als auch an den Randbögen entsprechend ab, bis sich ein 45° Winkel ergibt. Dann werden sie angeklebt.

Den Hut dann auf den Rumpf aufstecken und verkleben.

Der Hut wird mit Kohlefaserstäben am Rumpf zusätzlich fixiert.

Im Rohbau sieht das dann so aus:

Der Schwerpunkt liegt etwa 13cm vom vorderen Rand des Hutes entfernt.

Nachdem ich die erste Hexe gebaut hatte, stellte ich einige Mängel in der Konstruktion fest. Diese Mängel werde ich in der neuen Version beseitigen.

Der Hut war der Flächenbelastung nicht gewachsen und brach beim Erstflug auseinander. Seitdem wird er in der Länge durch Plastikstäbchen verstärkt.

 

Der Rumpf hat einige Landungen nicht ausgehalten. Auch der Rumpf wird in der Länge durch Plastikstäbchen verstärkt.

Die kleinen Füße der Hexe brechen so ziemlich bei jeder Landung ab. Daher habe ich nun ein Drahtgestell gebogen und einlaminiert, das bei der Landung den Druck abfedern soll. Bin gespannt, ob das klappt.

Bei fast jeder Landung ist der Propeller gebrochen. Nun nutze ich Klapppropeller, die aus dem Segelflug bekannt sind. Ausserdem habe ich den Bereich der Motorbefestigung noch weiter verstärkt.

Beim Anmalen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Und so sieht die Hexe in Aktion aus

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