Wir Modellflieger verbringen den Großteil unserer Freizeit unter freiem Himmel. Unser Flugplatz in Anwalting ist für uns nicht nur eine Startbahn, sondern ein Lebensraum, den wir schätzen und schützen.
Respekt vor dem Lechtal
Westlich unseres Geländes beginnt das wertvolle Naturschutzgebiet rund um den Lech. Als Verein ist es für uns selbstverständlich, diesen sensiblen Bereich zu respektieren. Wir fliegen mit Verantwortung und achten darauf, die geschützten Zonen zu wahren.
Oase für Insekten: Unser Wildblumenbeet
Direkt an unserem Vereinsgelände, neben dem Toilettenhäuschen, haben wir ein Stück Natur aktiv mitgestaltet.
- Lebensraum: Unser Wildblumengarten blüht den ganzen Sommer über üppig und bietet zahlreichen Bienen, Schmetterlingen und anderen Insektenarten eine Heimat.
- Bildung: Seit Kurzem informiert eine Schautafel über die verschiedenen Pflanzen und Gewächse. Wir möchten, dass unsere Mitglieder und Besucher die heimische Flora besser kennenlernen.
Unsere gefiederten Nachbarn: Die Könige der Lüfte
Das Highlight an fast jedem Flugtag sind unsere Begegnungen mit den echten Flugprofis. Es ist ein Privileg, den Luftraum mit Greifvögeln teilen zu dürfen.
- Der Milan: Majestätisch zieht er seine Kreise und nutzt jede Thermikblase, um mühelos an Höhe zu gewinnen. Wir Piloten stehen oft bewundernd am Boden und versuchen, von seiner Technik zu lernen.
- Der Falke: Mit atemberaubender Geschwindigkeit und akrobatischen Wendemanövern saust er über die Landebahn – ein Anblick, der jedes Fliegerherz schmelzen lässt.
Friedliche Koexistenz am Himmel
Das schönste Erlebnis für einen Modellpiloten ist es, wenn sich die Grenzen zwischen Technik und Natur auflösen:
- Oft steuern wir unsere Segelflieger dorthin, wo die Vögel kreisen, um die gleiche Thermik zu nutzen.
- Genauso oft kommen die Vögel neugierig zu unseren Modellen.
- In friedlicher Koexistenz ziehen wir gemeinsam unsere Kreise – mit tiefem Respekt für die Flugkünste unserer tierischen Vorbilder.
Wissen schützt: Greifvögel bestimmen
Um das Bewusstsein für unsere Mitflieger zu schärfen, geben wir hier (mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Jagdschutzverbandes e.V.) hilfreiche Informationen zur Bestimmung der heimischen Greifvögel weiter.
- Rotmilan: Erkennbar am tief gegabelten Schwanz.
- Turmfalke: Oft beim „Rüttelflug“ in der Luft zu beobachten.
- Bussard: Der klassische Thermik-Segler mit breiten Flügeln.
Adler
sind große, plumpe Greifvögel mit langen, breiten Schwingen. Langsamer Flügelschlag, der von Gleitstrecken im Segelflug unterbrochen wird.

Bussarde
sind kleiner als Adler, aber diesen in Körperform und Bewegung ähnlich. Sie sind in der Regel Vögel der offenen Landschaft, über der sie oft stundenlang kreisen oder im Ansitz auf Beutetiere lauern.

Weihen und Milane
sind schlanke Greifvögel mit langen Schwingen und Stoß (Schwanz), der bei den Milanen gegabelt ist. Langsamer Flügelschlag mit leicht gewinkelten Schwingen. Bezeichnend ist der niedrige Schaukelflug der Weihen, auf kürzere Entfernung auch das eulenartige Gesicht.

Habicht und Sperber
haben kurze, breite Schwingen, einen raschen und sehr wendigen Flug, der mit dem langen Stoß gesteuert wird. Sie jagen im Überraschungsangriff, leben daher versteckt in Wäldern und Feldgehölzen und sind selten zu beobachten.

Falken
zählen zu den schnellsten Fliegern. Schlanke Gestalt, lange, spitze Schwingen und rascher Flügelschlag sind bezeichnend. Sie jagen im reißenden Sturzflug. Der Turmfalke „rüttelt“ d.h. er hält sich flügelschlagend mit gespreiztem Stoß auf der Stelle.

Greifvögel
Bitte wählen Sie einen Greifvogel aus, um mehr Informationen zu erhalten.
Das Faltblatt kann unter www.djv-shop.de erworben werden. Dann hat man die Übersicht jederzeit dabei.























































